Wie Rettungsdienst und Notarzt entlastet werden

Herausforderungen im Rettungsdienst

Zum besseren Verständnis möchte ich die derzeitigen Herausforderungen im Rettungsdienst bzw. der Notfallmedizin aus meiner subjektiven Sicht von außen darstellen. Abgerundet werden meine Anmerkungen jedoch durch die Erfahrungsberichte von befreundeten aktiven Rettungssanitätern, Ärzten und verschiedenen Kontakten aus dem Rettungsdienst.

Zu den Problemen, die in letzter Zeit zugenommen haben, zählen der schwindende Respekt vor Rettungskräften, die kulturellen Unterschiede bei der Versorgung von Flüchtlingen, die sinkende Bereitschaft Erste-Hilfe zu leisten, gesetzliche Änderungen die die Aus- und Fortbildung betreffen, Personalmangel sowie die „Vollkasko-Mentalität“ mancher Bürger.

Ich möchte kurz auf die genannten Punkte eingehen.

Respekt gegenüber Rettungskräften

Egal ob alkoholisierte Personen, Gaffer oder ungeduldige/gestresste Autofahrer, die keine Rettungsgasse bilden können. Mitarbeiter im Rettungsdienst haben es nicht leicht überhaupt zum Unfallort zu kommen. Das Arbeitsumfeld wird zunehmend schwieriger, von Übergriffen auf Sanitäter bzw. die Notfallversorgung bei Terroranschlägen oder Amoklagen ganz zu schweigen. Auf diese Situationen muss man alle Beteiligten im Rettungsdienst trainieren und vorbereiten.

Flüchtlinge

Bei diesem Punkt möchte ich sagen, dass die kulturellen Unterschiede bei der Notfallversorgung von Flüchtlingen zu unangenehmen Situationen führen können. Ein Beispiel: Eine Frau mit starken inneren Schmerzen möchte sich nicht von männlichen Sanitätern behandeln lassen und zudem „belagern“ viele Flüchtlinge die Mitarbeiter bei der Notfallversorgung.

Bereitschaft Erste-Hilfe zu leisten

Aus eigener Erfahrung weiß ich zu gut, dass Menschen sich nicht trauen Erste-Hilfe zu leisten, es nicht können oder es nicht wollen. 2010 habe ich an einem Nachmittag einen ertrinkenden Mann aus dem Heimstettener See gerettet. Leider ist der trotzdem verstorben, da er einen Herzinfarkt im Wasser hatte. Ich habe sofort reagiert, die Wasserwacht war zum Glück vor Ort. Alle anderen Badegäste stehen blöd rum. Diese Situation hat mich damals tagelang beschäftigt.

Ein anderes Beispiel, vor 2 Wochen auf der Autobahn. Donnerstagabend 19.30 Uhr, A99 Autobahnausfahrt Haar. Auffahrunfall, nicht abgesicherte Unfallstelle, die Unfallbeteiligten sind zum Teil im Fahrzeug oder ohne Warnweste. Es ist stockdunkel.

Was habe ich gemacht? Die Unfallstelle mit meinem Fahrzeug abgesichert, Notruf gewählt, Warnweste angezogen, Warndreieck aufgestellt, nachgeschaut ob jemand verletzt ist, die Unfallbeteiligten von der Autobahn runter begleitet und gesagt sie sollen bitte hier stehen bleiben. Anschließend habe ich 25 Minuten mit der Taschenlampe den Verkehr auf die Unfallstelle hingewiesen bis der Abschleppwagen kam, der zufällig die Unfallstelle gesehen hat und sie dann noch besser absichern konnte.

Ich möchte damit sagen, Erste-Hilfe leisten ist kinderleicht. Man sollte es nur machen! Als Trainer, Therapeut und Reservist der Bundeswehr wiederhole ich den Erste-Hilfe-Kurs regelmäßig und ich kann es nur Jedem ans Herz legen.

Aus- und Fortbildung

Die Aus- und Fortbildung wurde angepasst, so dass man ab jetzt eine 3-jährige Ausbildung zum Notfallsanitäter absolvieren muss. Viele Sanitäter sind derzeit Rettungsassistenten oder Rettungssanitäter, die natürlich weiterqualifiziert werden können. Der Fortbildungsaufwand in diesem Bereich ist jedoch nicht zu unterschätzen. Dazu kommt die eingeschränkten Befugnisse der Sanitäter. Die meisten Medikamente und Schmerzmittel darf nur der Notarzt verabreichen.

Das führt zum nächsten Problem, dem Mangel an Notärzte. In der Stadt ist der Mangel sicherlich nicht so zu spüren wie auf dem Land. Aber ganz ehrlich, was bringt es wenn der Hausarzt auf dem Land nach 60 Stunden in der Praxis in der Nacht oder am Wochenende noch Notarztdienste übernimmt für die er nicht richtig ausgebildet ist. Denn auch in diesem Bereich sollte man in Notfallmedizin speziell ausgebildet sein. Ein weiterer Aspekt ist, dass die meisten Patienten sowieso in die nächste Klinik gebracht werden. Den Notarzt also zum Patienten zu fahren ist ein aussterbendes Modell. Lieber den Notarzt, der richtig qualifiziert ist, im Falle eines schweren Unfalls oder lebensbedrohlichen Notfalls zum Kunden fliegen lassen.

Die „Vollkasko-Mentalität“ begünstigt diesen Sachverhalt noch weiter. Später dazu mehr.

Personalmangel

Schichtdienst, geringe Bezahlung, belastende und zum Teil traumatische Einsätze, hohe körperliche Anstrengungen, fehlender Respekt gegenüber Rettungskräften. Der Personalmangel der Rettungsdienstorganisationen und die zunehmende Alterung der Bevölkerung und einer damit verbundenen öfteren Notrufwahrscheinlichkeit erhöhen die Belastungen zusätzlich auf die Mitarbeiter. An dieser Stelle möchte ich Lob und Respekt den Rettungskräften aussprechen, die trotz aller Umständen Menschen in Not helfen wollen! Danke!

Vollkasko-Mentalität

Viele Einsätze, die heute bewältigt werden, sind damals nicht oder nicht in der Häufigkeit vorgekommen. Bürger wählen den Notruf bei Kopfschmerzen, Schnupfen, Hexenschuss oder erhoffen durch die Einlieferung ins Krankenhaus eine schnellere Behandlung zu erhalten. Z.B. durch einen Facharzt, der sonst erst einen Termin in 6 Wochen frei hat.

Dass diese Menschen Einsatzkräfte binden, die dann nicht zu einem schweren Verkehrsunfall, einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall fahren können, ist ihnen nicht bewusst oder egal. Und das kann nicht sein!

Wie entlastet der Hexenschuss-Notruf den Rettungsdienst?

Beispiel beim Verlauf eines Hexenschusses:

Ein Mann, 55 Jahre alt, selbstständig, hat immer wieder leichte Rückenschmerzen, durch einen Heuschnupfen kommt es an einem sonnigen Sonntagmorgen zum Hexenschuss. Er musste niesen und es schoss ihm in den Rücken.

Wie ist jetzt der Ablauf, wenn er den Notruf wählt?

  1. Der Disponent in der Leitstelle schickt einen Rettungswagen evtl. auch einen Notarzt zum Patienten.
  2. Nach Eintreffen am Ort des Patienten wird abgefragt welche Beschwerden er hat usw.
  3. Es werden ihm Schmerzmittel verabreicht und er wird möglichst schonend ins Krankenhaus gefahren
  4. Dort liegt er dann in der Notaufnahme und es wird ein bildgebendes Verfahren beschlossen
  5. Es kommt raus, dass er eine Bandscheibenvorwölbung im unteren Rücken hat und das wahrscheinlich die Schmerzen auslöst
  6. ENDE (an dieser Stelle möchte ich das Beispiel beenden, da es zu nichts führt und die Ursache der Schmerzen meistens nicht die Bandscheiben sind)

Fakt ist, das ein Mann mit Hexenschuss (der nicht lebensbedrohlich ist) den Rettungsdienst von seiner eigentlichen Arbeit abhält. Die eigentliche Aufgabe ist es nämlich Leben zu retten. Und aus diesem Grund gibt es den Hexenschuss-Notruf. Medizinisch ausgebildete Therapeuten, die unterscheiden können, ob es sich um einen Hexenschuss handelt oder eine andere Ursache für den Schmerz verantwortlich sein kann. Zudem sind wir dann für den Kunden verfügbar, wenn er seinen Physiotherapeuten oder seinen Hausarzt nicht erreicht. Nämlich täglich von 6-22 Uhr. Egal ob Wochenende oder Feiertags. Jeden Tag.

 


Einen Einwand höre ich immer wieder: Ja, ich warte einfach bis der Hexenschuss vorbei ist oder nehme Schmerzmittel.


 

Die allgemeine Empfehlung drei bis vier Wochen zu warten oder die Beschwerden mit Schmerzmitteln zu unterdrücken ist für erfolgreiche Selbstständige, Manager oder Unternehmer sicher keine Lösung. Dabei handelt es sich um eine Symptombehandlung. Das Problem wird dadurch nur wieder kommen, nur dann viel stärker.

Fazit

Erfolgreiche Unternehmer, die wissen welchen Wert ihre kostbare Zeit hat (in der Regel mehrere tausend Euro pro Tag) werden sicherlich nicht drei bis vier Wochen mit heftigsten Schmerzen im Bett verbringen und es aussitzen. Sie wollen eine Soforthilfe, die die Ursache des Hexenschuss behebt, genau das bietet der Hexenschuss-Notruf. Für leistungsfähige Unternehmer, die die Welt verändern. Hier gehts zur Mission: https://hexenschuss-notruf.de/mission

Denn Zeit ist unwiederbringlich.

Bleiben Sie gesund!