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Rückenschmerzen gehören zu den häufigsten Volkskrankheiten der heutigen Zeit und plagen mehrere Millionen Menschen jedes Jahr allein in Deutschland! In diesem Artikel befassen wir uns daher mit dem Thema chronische Rückenschmerzen.

Denn die stellen für viele Menschen eine langfristige Herausforderung dar, der Sie auf sich gestellt oft nicht gewachsen sind, und erfordern spezifische Behandlungsansätze. Unser Ziel ist es, Sie umfassend über die Ursachen, Symptome und langfristigen Behandlungsstrategien von chronischen Rückenschmerzen zu informieren. Auf diese Weise möchten wir Ihnen helfen, dieses komplexe Bild von Symptomen besser zu verstehen und wirksame Wege zur Schmerzbewältigung zu finden.

Ursachen für chronische Rückenschmerzen

Wenn man sich umhört, dann meint man die Auslöser für chronische Rückenschmerzen schnell gefunden zu haben: Das viele Sitzen, verkürzte Hüftbeuger und Bandscheibenvorfälle hört man am öftesten. Doch so simpel ist die Realität nicht. Es gibt nicht den einen Auslöser für chronische Rückenschmerzen, denn das Thema Schmerz an sich ist sehr komplex. Das Thema Rückenschmerz besonders, da hier physische, also körperliche, psychische und soziale Aspekte eine Rolle spielen.


Der Autor: Lukas Alverdes – Personal Trainer

In der eigenen Schmerzvergangenheit hat er chronische Rückenschmerzen selbst erlebt und daraus seine Berufung gemacht. Als Personal Trainer ist er Experte für Trainingsmethoden, die chronische Rückenschmerzen lindern können und für die Prävention solcher Schmerzen. Seine Kunden gewinnen dadurch eine höhere Lebensqualität.


Das Biopsychosoziale Modell

Deshalb auch der Name des Modells, mit dem in der modernen Therapie Schmerzen erklärt werden1. Wir gehen gleich noch auf einzelne, spezifische Ursachen ein, die chronische Rückenschmerzen auslösen oder zu deren Entstehung und Fortbestand beitragen können.

Doch zuerst ist es wichtig, Ihnen kurz zu erläutern, was es mit Schmerzen an sich überhaupt auf sich hat. Denn selten ist es eine einzelne Ursache, die chronische Rückenschmerzen auslöst. Im Gegenteil: Meistens sind es mehrere Faktoren, die die Entstehung und die Chronifizierung von Schmerzen beeinflussen:

  • Zu hohe körperlichen Anforderungen
  • Stress auf der Arbeit oder Zuhause
  • Soziale Probleme, wie Einsamkeit oder Mobbing

All diese Faktoren üben negativen Stress auf unser Nervensystem aus, der sich mit der Zeit ansammelt. Sie können sich das vorstellen, wie ein Fass, dass langsam immer voller wird. Und dann gibt es den einen Auslöser, der sprichwörtlich das Fass zum Überlaufen bringt und Schmerzen auslöst. Eine „falsche“ Bewegung, ein sehr Stressiger Tag oder ähnliches.

Bei chronischen Schmerzen spielen zusätzlich noch unsere Vorstellungen und Emotionen dem Schmerz gegenüber eine große Rolle. Zum Beispiel, ob Sie durch den Schmerz Angst vor bestimmten Bewegungen haben, wie schlimm der Schmerz selbst bewertet wird, ob daraus eine alles überschattende Katastrophe gemacht wird, ob der Schmerz Sie in ihrem Alltag, Beruf oder der Freizeit einschränkt. Je schlimmer Sie chronische Schmerzen in diesen Dingen wahrnehmen, desto schwieriger wird es ihn wegzubekommen und desto mehr Macht bekommt er.

Jetzt aber zu ganz konkreten Ursachen für chronische Rückenschmerzen!

Mangelnde Bewegung und Fitness

Etwa 80% der Rückenschmerzen sind muskulär bedingt und haben erstmal nichts mit Verletzungen oder Degenration zu tun. Das ist eine gute Nachricht, da Sie gegen muskuläre Schmerzen immer gut etwas unternehmen können.

Unsere Gesellschaft bewegt sich heutzutage im Alltag und Beruf viel zu wenig2. Das führt dazu, dass Muskeln und umliegendes Gewebe nicht richtig durchblutet werden, oft eher unbeweglich und auch zu schwach sind. Und das wiederum kann Rückenschmerzen chronisch werden lassen, da sich der Körper nicht selbst in der Lage sieht das Problem zu lösen und so weiterhin Schmerz als Warnsignal aussendet.  Zudem fehlen Ihnen ohne Sport und Bewegung all die positiven chemischen und physischen Kettenreaktionen, die bei Bewegung passieren. Und die wirken sich wiederum normalerweise lindernd auf Schmerzen aus.

Eine unfitte Muskulatur ist zudem schneller überfordert bei langen einseitigen Belastungen oder kurzen großen Belastungen und reagiert darauf eher mit Verspannungen oder grundsätzlich Schmerzen. Wenn Sie also keinen Sport machen, untrainiert sind und sich nicht regelmäßig bewegen, dann ist ihr Risiko höher sowohl überhaupt Schmerzen zu bekommen als auch, dass diese chronisch werden3.

Kreuzschmerzen durch schwache Muskulatur
Rückenschmerzen durch eine schwache Muskulatur

Schlechte Körperhaltung und biomechanische Probleme

Dieser Problempunkt ist wie eine Medaille und hat zwei Seiten. Denn Körperhaltung an sich ist weniger oft eine Ursache für Schmerzen, als viele Menschen es denken. Auf der anderen Seite kann eine extreme oder einseitige Haltung durchaus zu Problemen führen4.

Körperhaltung wird oftmals als Auslöser für Schmerzen proklamiert. In Form von Sitzen, Hohlkreuz oder nach vorne hängenden Schultern zum Beispiel. Aus der modernen Forschung wissen wir aber, dass diese Faktoren eine schlechte Vorhersagekraft für Schmerzen haben. Also auch kein eindeutiges Problem für Rückenschmerzen zu sein scheinen. Das eigentliche Problem, das oftmals tatsächlich dahintersteckt, beim Sitzen zum Beispiel, ist mangelnde Bewegung. Die führt tatsächlich dazu, dass wir Schmerzen entwickeln können oder, dass diese chronisch werden. Sitzen, vorgebeugte Schultern oder ein Hohlkreuz sind dann oft eher ein Ausdruck dieser mangelnden Bewegung. Und oft auch mangelnder Fitness und mangelnder Bewegungskompetenz. Alles wirkt sich negativ auf Schmerzen aus.

Ist eine Haltung aber sehr extrem und wird über Stunden, Tage oder Jahre in einseitiger Form beibehalten, dann wirken so lange so starke mechanische Kräfte auf Muskeln, Gelenke und andere Strukturen, dass diese irgendwann mit höherer Wahrscheinlichkeit mit Schmerzen reagieren. Über Jahre hinweg kann das chronische Schmerzen begünstigen.

Psychosoziale Faktoren für chronische Rückenschmerzen

Diesen Faktor haben wir im Bereich „Biopsychosoziales Modell“ bereits beschrieben. Und es ist ein sehr wichtiger Teil von chronischen Schmerzen. Denn Stress, negative Emotionen wie Angst, Wut oder Trauer und soziale Faktoren, wie Einsamkeit, Ausgrenzung oder Abhängigkeit können alle unser Nervensystem negativ beeinflussen und somit Schmerzen auslösen, vor allem aber verstärken5. Und das besonders im unteren Rücken. Denn dieses Körperteil scheint besonders stark von unseren Gefühlen beeinflusst. Er trägt im wahrsten Sinn des Wortes die Last unseres Körpers.

Vor allem bei chronischen Schmerzen können dann auch ihre Gedanken und Einstellungen zu dem Schmerz eine große Rolle in dessen Aufrechterhaltung spielen. Je mehr Sorgen Sie sich um den Schmerz machen, je mehr Angst Sie vor bestimmten Bewegungen haben und je mehr die Situation zur Katastrophe gemacht wird, desto schlimmer oder länger wird ihr Schmerz oftmals.

Verletzungen und degenerative Veränderungen

Jetzt kommen wir zu dem Grund, der oft für den größten Auslöser von Schmerzen gehalten wird, in Wahrheit aber einer der kleinsten Gründe ist: Verletzungen und degenerative Veränderungen an der Wirbelsäule. Der berühmt berüchtigte Bandscheibenvorfall zum Beispiel.

Von sehr vielen gefürchtet, auch weil in den Medien und leider durch manche „Experten“ immer noch sehr viel Schmerzen damit in Verbindung gebracht werden. Dabei gehen tatsächlich nur etwa 4% aller Rückenschmerzen auf das Konto von Bandscheibenvorfällen6. Im Vergleich: Etwa 30-40% aller Menschen haben einen Bandscheibenvorfall. Und dass eben meistens, ohne überhaupt etwas davon zu merken! Denn Degeneration ist ein völlig normaler Prozess in unserem Körper. Und verschiedene Studien können immer wieder zeigen, dass Schmerzen selten etwas mit Verletzungen zu tun haben. Auch wenn bei den meisten Menschen solche vorzufinden sind.

Natürlich gibt es aber auch Fälle, in denen Verletzungen wie Bandscheibenvorfälle oder Wirbelbrüche zu Schmerzen führen und diese, wenn Sie nicht richtig therapiert werden, chronisch werden.

Symptome von chronischen Rückenschmerzen

Da chronische Rückenschmerzen sehr individuell und komplex sind, können die Symptome auch von Mensch zu Mensch unterschiedlich sein. Wir wollen dennoch einen kurzen Überblick über häufige Symptome geben.

Dauer und Häufigkeit der Schmerzen

Grundsätzlich spricht man von chronischen Schmerzen ab einer durchgehenden Schmerzdauer von 4-6 Wochen. Alles darunter sind akute Rückenschmerzen. Das ist auch der späteste Zeitpunkt, zu dem wir Ihnen empfehlen die Schmerzen von einem kompetenten Orthopäden und oder einem kompetenten Therapeuten abklären zu lassen. Denn sind Schmerzen chronisch geworden, ist der Handlungsbedarf groß!

Die Schmerzen müssen dabei aber nicht immer gleich sein, Sie können sowohl in ihrer Stärke als auch in ihrer Ausprägung stark variieren. Von leichten, aber sehr konstanten Schmerzen bis hin zu sehr starken Schmerzen, die nur einmal am Tag oder alle paar Tage kommen.

Art und Auftreten der Schmerzen

Die Schmerzen selbst können dabei auch sehr unterschiedlich sein. Dumpf, pochend, stechend, brennend, ziehend. Im Schlimmsten Fall gibt es Ausstrahlungen in andere Körperteile oder Taubheitsgefühle, dann unbedingt ärztlich abklären lassen!

Auch wann und wodurch die Schmerzen sich zeigen, kann sich von Person zu Person unterscheiden. Grundsätzlich gibt es aber zwei Arten von Schmerzen: Ruheschmerzen und Bewegungsschmerzen. Bei den Ruheschmerzen tritt der Rückenschmerz in der Regel auf, nachdem man eine gewisse Zeit in einer Position verbracht hat. Das kann zum Beispiel beim Sitzen sein, nachts im Bett oder im Stehen. Bei Bewegungsschmerzen tritt der Schmerz allgemein bei jeder Bewegung auf oder bei bestimmten Bewegungen. Oft kann man hier aber tatsächlich Muster erkennen. Dass die Rückenschmerzen zum Beispiel immer auftauchen, wenn man sich bückt oder die Wirbelsäule beugt. Das nennt man dann Flexionsintolerant. Oder beim Gegenteil, wenn man die Wirbelsäule nach hinten streckt. Das nennt man dann Extensionsintolerant.

Gerade Bewegungsschmerzen können dabei ihre alltägliche Funktion einschränken und für starke Bewegungsängste sorgen. Wenn der Rücken immer zwickt, wenn man etwas vom Boden aufhebt, dann wird man irgendwann Angst vor dieser Bewegung haben. Dabei entstehen oft Ausweichbewegungen, die dann mit der Zeit selbst zu Problemen werden können.

Langfristige Behandlungsstrategien für chronische Rückenschmerzen

Die Behandlung von chronischen Rückenschmerzen erfordert in der Regel einen ganzheitlichen Ansatz. Im Folgenden stellen wir deshalb einige Behandlungsstrategien und Methoden vor, die unserer Meinung nach wichtige Bestandteile der Rehabilitation sein sollten. Je nach Person aber unterschiedlich gewichtet.

Aktive Bewegung und Reha-Training

Wie bereits bei den Ursachen beschrieben, sind mangelnde Bewegung und Fitness große Auslöser und Probleme bei chronischen Rückenschmerzen. Deshalb ist es unabdingbar, dass Sie selbst aktiv werden, wenn Sie ihre chronischen Rückenschmerzen lindern und beseitigen wollen7!

Dabei sollte das Rehabilitations-Training drei Faktoren beinhalten: Krafttraining, Beweglichkeitstraining und tägliche Bewegung.

Das Krafttraining ist hier sehr wichtig. Denn damit werden zum einen Kraftdefizite ausgeglichen, die eventuell Teil an der Schmerzentstehung hatten. Ein kräftiger Rücken ist seltener im Alltag, Beruf und Sport überfordert und hat in der Regel weniger Schmerzen. Gerade bei chronischen Schmerzen ist es hier wichtig langsam und individuell vorzugehen. Sie sollten, am besten in Zusammenarbeit mit einem guten Trainer oder Therapeuten, Übungen finden, die Sie gut ausführen können und die eine positive Veränderung bewirken. Dabei sollten Sie sich an zwei goldene Regeln halten: Der Schmerz sollte während Kraft- aber auch Beweglichkeitsübungen nie höher als eine 5 auf einer Skala von 1-10 sein, also moderater Schmerz. Und Schmerzen, die eventuell nach dem Training aufkommen (was passieren kann und nicht schlimm ist), sollten 24 Stunden danach nicht höher als vor dem Training sein. Sollte das der Fall sein, waren die Übungen zu intensiv oder die falschen. Wenn die Schmerzen gleich sind, dann kann man mit den Übungen arbeiten, Sie werden aber vielleicht keinen großen Effekt haben. Am besten ist natürlich eine Schmerzreduktion nach dem Training.

Beim Beweglichkeitstraining sollte ebenfalls individuell angepasst werden. Am besten finden Sie durch ein Testing heraus, wo Sie tatsächlich Beweglichkeitseinschränkungen haben und lassen sich dann für diese Bereiche passende Übungen geben.

Tägliche Bewegung ist ebenfalls unabdingbar, um schmerzfrei zu werden. Denn Inaktivität vergrößert Schmerzen, verhindert aber zumindest oftmals, dass Sie besser werden. Oft braucht es auch tägliche positive Inputs in Form von allgemeiner Bewegung oder gezielten, kleinen Übungen, um chronische Schmerzen langfristig in den Griff zu bekommen.

Techniken zur Schmerzbewältigung und Entspannung

Wie wir ebenfalls bereits im Biopsychosozialen Modell erklärt haben, sind vor allem chronische Schmerzen stark von unseren Gefühlen und unserer Psyche beeinflusst. Deshalb ist es bei Rückenschmerzen so wichtig, dass Sie Methoden und Techniken finden, die Ihnen dabei helfen besser mit den Schmerzen umzugehen. Denn allein die Tatsache, dass Sie chronische Schmerzen als weniger bedrohlich wahrnehmen oder im Umgang damit entspannter sind, kann zu einer deutlichen Linderung führen8!

Zum einen bieten sich dafür Entspannungsübungen an. Die sind sehr vielfältig und alle haben ihre Legitimation, Sie müssen also einfach nur die Art finden, die zu Ihnen passt und die Sie auch gerne ausführen. Klassische Beispiele sind Atemtechniken wie Zwerchfellatmung, Wim Hof Atmung, Kohärentes Atmen oder einfach langsame, ruhige Atmung mit Fokus auf die Ausatmung. Meditationen sind ein weiteres Beispiel, das sehr gut funktionieren kann! Allerdings sind Mediationen im Vergleich zu Atemübungen etwas schwerer in der Umsetzung, da Sie oft viel Übung benötigen, um auch wirklich in die Mediation einzutauchen. Daneben gibt es noch andere Formen von Entspannungsübungen, wie Progressive Muskelrelaxation (PMR) oder Autogenes Training.

Neben Entspannungsübungen, um Sie zu beruhigen, ist es ebenfalls sinnvoll die eigenen Glaubensvorstellungen zu ihren Schmerzen durch Affirmationen zu ändern. Dabei sagen Sie sich wiederholt positive Gedanken und Ideen vor. Wird das sehr regelmäßig und oft gemacht, kann das zu einer Veränderung ihrer Denkweisen führen.

Übrigens führt auch aktives Training dazu, dass diese Effekte eintreten. Wenn Sie kräftiger und beweglicher werden, dann trauen Sie ihrem Körper mehr zu, werden selbstbewusster was Bewegungen und Belastungen angeht und erhöhen ihr Selbstwertgefühl. Wichtige Faktoren auf dem Weg zur Schmerzfreiheit!

Ergonomie und Körperhaltung

Wie erwähnt sind unvorteilhafte Körperhaltungen oft weniger schlimm, als man denkt. Auch hier ist es wichtig, dass Sie keine Angst vor gewissen Haltungen aufbauen. Das kann die Problematik oft verstärken! Dennoch kann es sinnvoll sein, die Körperhaltung zu verbessern, vor allem wenn Sie eine extreme Körperhaltung haben, die auf Dauer starke einseitige Belastungen auf Gelenke ausübt.

Dafür ist wieder aktives Training und tägliche Bewegung der wichtigste Punkt. Wer regelmäßige Bewegungspausen macht und im Training einen Ausgleich zur Einseitigkeit des Alltags findet, der wird die meisten Probleme aus dieser Richtung in den Griff bekommen. Aber auch eine Anpassung des Arbeitsumfeldes, besonders bei Bürojobs, kann im Rahmen einer ergonomischen Sichtweise sinnvoll sein!

Fazit

Chronische Rückenschmerzen können eine Herausforderung sein und erfordern eine gezielte und individuelle Behandlung. Dabei ist es wichtig, die Ursachen zu ermitteln, die Symptome einordnen zu können und langfristige Behandlungsstrategien zu verfolgen. Diese sollten neben einer manuellen Therapie immer Aktivität beinhalten, idealerweise in Form von Training und täglicher Bewegung, aber auch in Form von Entspannungsmethoden. Durch einen solchen ganzheitlichen Ansatz, können chronische Rückenschmerzen wirksam und nachhaltig behandelt und die Lebensqualität verbessert werden.



Was sind Ihre nächsten Schritte?

partner hexenschuss notruf
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FAQs – Häufig gestellte Fragen

Was tun bei chronischen Schmerzen im Rücken?

Erstmal nicht in Panik verfallen und Ruhe bewahren. Wenn die Schmerzen seit mehr als 4-6 Wochen bestehen sollten Sie zur Abklärung zu einem guten Orthopäden und Therapeuten gehen und dann einen langfristigen Behandlungsplan ausarbeiten.

Sind chronische Rückenschmerzen heilbar?

In vielen Fällen: Ja! Chronische Rückenschmerzen sind meistens heilbar. Sollten Sie bereits ein paar Methoden zur Linderung probiert haben, die nichts geholfen haben, dann kann die Richtige noch nicht dabei gewesen sein. Schmerzen sind individuell, und so muss man manchmal einfach mehrere Methoden ausprobieren, bis man etwas gefunden hat, das hilft.

Wie äußern sich chronische Rückenschmerzen?

Durch Schmerzen, meist im unteren Rücken, die seit 4-6 Wochen mehr oder weniger täglich bestehen. Die genaue Ausprägung kann sehr unterschiedlich sein.

Wann spricht man von chronischen Rückenschmerzen?

Nach einer Schmerzdauer von mindestens 4-6 Wochen.

Welcher Sport ist gut bei Rückenschmerzen?

Individuell abgestimmtes Kraft- und Beweglichkeitstraining hilft sehr vielen Menschen. Pilates, Schwimmen, Spazieren und Wandern sind andere Sportarten, die oft helfen.

Quellen

Nichts geht mehr. Der Rücken schmerzt und jede Bewegung erfolgt unter schmerzverzerrtem Gesicht, oder – im schlechtesten Fall – gar nicht mehr. Doch was genau verursacht diesen heftigen Rückenschmerz – ein Bandscheibenvorfall oder doch ein Hexenschuss? Mit diesem Artikel möchten wir Ihnen die 3 wichtigsten Unterscheidungsmerkmale mitgeben, damit Sie schneller die richtige Entscheidung treffen können. 

Was ist eine Lumboischialgie?

Eine Lumboischialgie ist eine Kombination aus Lumbago (ugs. Hexenschuss) und einer Ischialgie (Schmerzen im Verlauf des Nerv ischiadicus). Also Rückenschmerzen im Lumbalbereich (Lendenwirbelsäule), die meist in ein Bein ausstrahlen. In den seltensten Fällen strahlen die Schmerzen in beide Beine aus.

Welche Symptome treten auf?

Ein Bandscheibenvorfall hat in der Regel drei Symptome, die ihn von anderen Rückenschmerzen unterscheiden können. Diese Anzeichen sprechen stark für einen Bandscheibenvorfall. Die sogenannten „Red Flags“ eines Bandscheibenvorfalls sind Sensibilitätsstörungen im Bereich der Oberschenkel (Reithosenanästhesie), Kraftverlust bzw. Taubheitsgefühl in den Beinen sowie Inkontinenz und Harnretention. 

Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Lumboischialgie und Bandscheibenvorfall  

Auch für mich als erfahrenen und sehr umfangreich ausgebildeten Heilpraktiker, Rettungssanitäter und Personal Trainer ist die Unterscheidung zwischen Lumboischialgie und Bandscheibenvorfall aus der Ferne schwierig. Genau deshalb ist eine umfangreiche Anamnese und körperliche Untersuchung vor Beginn einer Behandlung so wichtig. Es gibt jedoch zwei große Hinweise auf Probleme, die durch eine Bandscheibenvorwölbung (Protrusion) oder Bandscheibenvorfall (Prolaps) entstehen.

Unterschiede

Folgende drei Symptome (“Red Flags”) sind die ersten Hinweise:

  • Reithosenanästhesie: Die Sensibilität im Genital- und Gesäßbereich sowie an der Oberschenkelinnenseite ist beeinträchtigt bzw. nicht mehr vorhanden. Oftmals wird das damit einhergehende Gefühl auch mit „Ameisenlaufen“, Kribbeln oder Brennen beschrieben.
  • Kraftverlust oder Lähmungserscheinungen in einem oder in beiden Beinen: Hierbei können Sie sich nicht auf den Beinen halten, aufgrund der starken Rückenschmerzen. Oder Sie spüren Areale Ihrer Beine nicht mehr richtig. Auch Schmerzen in einer Wade bis runter zu den Zehen, ausgelöst durch die Kompression der Nervenfasern im unteren Rücken sind möglich.
  • Inkontinenz: Auch wenn dieses Symptom und die Harnretention zu den selteneren Begleiterscheinungen zählt, darf es hier nicht fehlen. Je nachdem, wo der Bandscheibenvorfall aufgetreten ist und wie stark die Nervenbahn geschädigt ist, leiden Betroffene an Harn- oder Stuhlinkontinenz.

All diese Beschwerden können sich sowohl langsam und über einen längeren Zeitraum aufbauen oder akut auftreten. Die Häufigkeit dieser Begleitsymptome betrifft dabei statistisch 2 von 100 Betroffenen und stellt einen akuten Notfall dar. Idealerweise erhalten Sie in diesem Fall eine schnelle ärztliche Hilfe in max. 12 Stunden.

Weitere Hinweise

Der zweite große Hinweis auf eine Bandscheibenprotrusion oder einen Bandscheibenprolaps ist relativ einfach. In diesem Fall zeigt die manuelle Therapie keine wesentliche Verbesserung der Beschwerden innerhalb von 3 Behandlungen. Zum einen kann es sein, dass Patienten keine wesentlichen Verbesserungen nach der intensiven Behandlung spüren. Zum anderen, dass Patienten nur wenige Minuten schmerzgelindert sind und die Rückenschmerzen wieder kommen. Für mich ist das ein Zeichen eines überlagerten Schmerzes.

Beispielsweise habe ich eine Patientin behandelt, die deutliche muskuläre Verspannungen im Nacken- und Beckenbereich hatte und nach der Behandlung für 20 Minuten fast schmerzfrei war. Nach dieser Zeit hatte sie allerdings die gleichen Rückenschmerzen wie vorher. Es wurde im Anschluss ein zweifacher Bandscheibenvorfall festgestellt. Es ist also möglich, dass man Beides zur gleichen Zeit und in Kombination hat. Einen Bandscheibenvorfall, der für die akuten Schmerzen verantwortlich sein kann und akute muskuläre Verspannungen, die ebenfalls für die Rückenschmerzen verantwortlich sein können.

Lumboischialgie und Bandscheibenvorfall – Was haben Sie gemeinsam?

Bei beiden Diagnosen ist das Leitsymptom Rückenschmerzen in der Lendenwirbelsäule. Zusätzlich treten meist ausstrahlende Beschwerden in den Po, in die Leiste und in das Bein bis runter zur Fußsohle auf.

Ursachen von Lumboischialgie  

Wenn Sie eine oder mehrere dieser Red Flags in Kombination mit starken Rückenschmerzen feststellen, rufen Sie bitte umgehend den Rettungsdienst. Ein notfallmäßiges MRT kann im Anschluss die Diagnose sichern und weitere Maßnahmen können veranlasst werden. Sollten die Rückenschmerzen noch aushaltbar sein und keine Red Flags bestehen, kontaktieren Sie bitte dennoch umgehend Ihren Orthopäden, Physiotherapeuten oder einen Heilpraktiker, der auf den Bewegungsapparat spezialisiert ist. Solche diffusen Schmerzen und Symptome sollten nicht auf die lange Bank geschoben werden. 

Ist die Diagnose einmal gestellt, gilt es die Ursache dafür zu finden. In über 90 % der Fälle liegt eine funktionelle Störung vor. Funktionell bedeutet eine erworbene muskuläre Dysbalance, einen Beckenschiefstand oder die Blockierung ein oder mehrerer Gelenke. Bei nur 2 % sind statistisch gesehen internistische Ursachen oder akute Bandscheibenprobleme verantwortlich.

Behandlung – Welche Therapie bei Lumboischialgie 

Akute funktionelle Ursachen können meist sehr gut mit manueller Therapie, sanfter Chiropraktik und anschließenden Übungen in ein bis drei Behandlungen aufgelöst werden. Bei chronischen Beschwerden, die vor allem über Jahre bestehen, können auch 6 – 10 Behandlungen sinnvoll sein.

Das sollten Sie nicht tun 

Bitte machen Sie bei akuten Rückenschmerzen keine Dehnübungen. In bisher allen Fällen berichteten Patienten, dass die Schmerzen nach den Dehnübungen schlimmer und stärker wurden. Auch bei meinem eigenen Hexenschuss habe ich diese Erfahrung gemacht.

Entscheiden Sie sich besser für eine persönliche Behandlung oder für den Selbsthilfe-Videokurs, der spezielle Anleitungen bei akuten Beschwerden enthält.

Bleiben Sie gesund!

Schmerzfreie Grüße

Hexenschuss Spezialist Bernhard Schwarz
Hexenschuss Spezialist Bernhard Schwarz


Was sind Ihre nächsten Schritte?

Nichts geht mehr. Der Rücken schmerzt und jede Bewegung erfolgt unter schmerzverzerrtem Gesicht, oder – im schlechtesten Fall – gar nicht mehr. Doch was genau verursacht diesen heftigen Rückenschmerz – ein Bandscheibenvorfall oder doch ein Hexenschuss? Mit diesem Artikel möchten wir Ihnen die 3 wichtigsten Unterscheidungsmerkmale mitgeben, damit Sie schneller die richtige Entscheidung treffen können. 

Warum ist die Unterscheidung so schwer  

Auch für mich als erfahrenen und umfangreich ausgebildeten Spezialisten ist die Unterscheidung zwischen Hexenschuss oder Bandscheibenvorfall oftmals eine schwierige, vorallem ohne Sie als Patient überhaupt gesehen zu haben. Diffuse und auf den ersten Blick unerklärbare Rückenschmerzen können mehrere Ursachen haben und lassen sich ohne genaue Anamnese und Untersuchung nicht eindeutig zuordnen. Dieser Artikel soll Ihnen dabei helfen, schnell die richtigen Maßnahmen zu ergreifen. 

Diese 3 Symptome unterscheiden einen Bandscheibenvorfall von einem Hexenschuss

Ein Bandscheibenvorfall, hat in der Regel 3 Symptome, die ihn von anderen Rückenschmerzen unterscheiden. Diese Anzeichen sprechen in der Regel stark für einen Bandscheibenvorfall. 

Die sogenannten „Red Flags“ eines Bandscheibenvorfalls sind Sensibilitätsstörungen im Bereich der Oberschenkel (Reiterhosenanästhesie), Kraftverlust bzw. Taubheitsgefühl in den Beinen sowie Harn- und Stuhlinkontinenz. 

So erkennen Sie die typischen Bandscheiben-Symptome:  

Reiterhosenanästhesie: Die Sensibilität im Genital- und Gesäßbereich sowie an der Oberschenkelinnenseite ist beeinträchtigt bzw. nicht mehr vorhanden. Oftmals wird das damit einhergehende Gefühl auch mit „Ameisenlaufen“, Kribbeln oder Brennen beschrieben.

Kraftverlust in den Beinen: Hierbei handelt es sich um eine motorische Einschränkung der Beinmuskulatur, die sich im häufigen Umknicken oder Stolpern äußern kann. Im schlimmsten Fall führt dies zu einer vollständigen Lähmung der Beinregion. Durch Kontrolle der Reflexe, z.B. dem Achillessehnereflexes kann der Grad der Beeinträchtigung erfasst werden.

Harn- oder Stuhlinkontinenz: Auch wenn dieses Symptom zu den selteneren Begleiterscheinungen zählt, darf es hier nicht fehlen. Je nachdem, wo der Bandscheibenvorfall aufgetreten ist und wie stark die Nervenbahn geschädigt ist, leiden Betroffene an Harn- oder Stuhlinkontinenz. Manchmal begleitet einen dieses Symptom ein Leben lang, oft verschwindet es nach einiger Zeit mit gezieltem Training wieder.  

All diese Beschwerden können sich sowohl langsam und über einen längeren Zeitraum aufbauen oder spontan – ähnlich einem Hexenschuss – auftreten. Die Schmerzen können dabei in allen Bereichen der Wirbelsäule, sprich vom Nacken bis zum unteren Rücken entstehen. Diese 3 Symptome, bei denen es gilt schnell zu handeln, treten allerdings nur im unteren Rücken auf. Und zwar in der Lendenwirbelsäule oder im Kreuzbein.

Soforthilfe bei Bandscheibenvorfall  

Wenn Sie eine oder mehrere dieser Symptome in Kombination feststellen, rufen Sie bitte umgehend den Rettungsdienst. Umso schneller sie von einem Spezialisten behandelt werden, umso besser! Vom Auftreten dieser Beschwerden bis zur Therapie sollten maximal 24 Stunden vergehen, um den besten Heilungserfolg zu haben. Ein MRT trägt in der Klink zur Diagnose bei und weitere Maßnahmen können erfolgen.

Sollten Sie akute Rückenschmerzen ohne diese Symptome haben, kontaktieren Sie bitte dennoch umgehend einen geeigneten Arzt, Physiotherapeuten, Osteopathen oder Heilpraktiker. Solche Beschwerden sollten nicht auf die lange Bank geschoben werden. 

Ursachen für Bandscheibenvorfall und Hexenschuss 

Die Ursachen, die zu einem Bandscheibenvorfall führen, liegen meist weit in der Vergangenheit und bauen sich oft schon seit frühester Kindheit auf. Hexenschuss-Schmerzen basieren meist zwar auch auf einer Fehlhaltung über einen längeren Zeitraum, allerdings handelt es sich hierbei eher um Wochen und Monate als um Jahre. Bei einem Hexenschuss führt dann oft eine konkrete Bewegung zu einem stark stechendem Schmerz im Bereich des Rückens. Bei einem Bandscheibenvorfall kann ein Schmerz ganz ausbleiben, sich langsam aufbauen oder aber auch spontan und stark auftreten.

Die häufigsten Ursachen für einen Bandscheibenvorfall sind: 

  • Starke (Über-)Beanspruchung in der Kindheit und Jugend (Leistungssport)
  • Schnelles Wachstum
  • Übergewicht
  • Haltungsfehler
  • Skoliose
  • einseitige Belastungen und 
  • Bewegungsmangel bzw. die falsche Art von Bewegung. 

Keine Scheu! Je früher desto besser 

Sollten Ihre Schmerzen noch erträglich sein und Sie darüber nachdenken, einfach noch abzuwarten … Bitte nicht. Aus meiner jahrelangen Erfahrung weiß ich, dass es – gerade bei Rückenschmerzen – das Beste ist, zeitnah die Ursache herauszufinden und mit gezielten Übungen und Behandlungen bzw. einer Änderung der Lebensumstände dagegen zu steuern. Der Schmerz verschwindet manchmal von allein, jedoch verkrampfen in der Zeit des Abwartens nur noch mehr Areale Ihres Rückens und führen im schlimmsten Fall zu anderen Begleiterscheinungen wie Schmerzen im Knie oder der Schulter.

Immer noch unsicher?   

Auch bei einem akuten Hexenschuss berichten viele Betroffene von Kribbeln bis in den Oberschenkel oder im Po. Eine fachspezifische Abklärung ist daher unbedingt ratsam. 

Im Raum München stehe ich Ihnen auch gerne persönlich zur Seite und behandle den Schmerz an seiner Wurzel. Damit Sie möglichst rasch wieder in ein schmerzfreies Leben zurückkehren können bzw. die nächsten Schritte, wie ein MRT, angehen können. 

Sind Sie immer noch unsicher, ob es sich bei Ihrem Schmerz um einen Hexenschuss oder Bandscheibenvorfall handelt, dann kontaktieren Sie mich gerne.

Bleiben Sie gesund!

Schmerzfreie Grüße

Hexenschuss Spezialist Bernhard Schwarz
Hexenschuss Spezialist Bernhard Schwarz


Was sind Ihre nächsten Schritte?

Schmerzen im Rücken belasten das Gemüt und die Leistungsfähigkeit. Handelt es sich bei Ihren Rückenschmerzen um einen Hexenschuss? Hier finden Sie Antworten rund um Symptome und Ursachen bei Hexenschuss.

Hexenschuss Symptome und Ursachen 

Ein Hexenschuss kann jeden treffen. Dieser eine Moment der vermeintlichen Unachtsamkeit und einer falschen Bewegung führt zu einem stechenden Schmerz, der bleibt. Beim Einräumen des Geschirrspülers, Hochheben des Kindes oder dem Tragen eines schweren Gegenstandes: der Schmerz schießt in den Rücken und die Betroffenen können oftmals nur in der Position der Ausgangslange verharren oder sich unter größten Schmerzen bewegen.

Dieses plötzlich auftretende Gefühl der Hilflosigkeit ist beängstigend. Tätigkeiten und Bewegungsabläufe, die davor völlig normal und selbstverständlich waren, können von jetzt auf gleich nicht mehr getan werden. Man ist auf Hilfe angewiesen und alles andere – die Familie und der Beruf – müssen erst einmal warten. In diesem Artikel erfahren Sie alles zu den Symptomen und Ursachen bei Hexenschuss. 

Was ist ein Hexenschuss, auch Lumbago genannt

Bei einem Hexenschuss verspannt sich meist die untere Rückenmuskulatur schlagartig nach einem Ereignis. Die häufigste Stelle ist der untere Rücken, ein Hexenschuss im Nacken oder der Brustwirbelsäule ist – wenn auch seltener – möglich. Ausgelöst wird ein Hexenschuss oft bei einer Dreh- und Beugebewegung des Oberkörpers. Man nennt dies auch Rotation und Lateralflexion. Eine langsam steigende Verspannung mit zunehmenden Beschwerden im Rücken kann ebenfalls vorkommen. Viele Patienten berichten im Verlauf der Behandlung, dass sie seit Wochen schon andere körperliche Beschwerden haben oder eine zunehmende Verspannung der Muskulatur spürbar war.

Das sind die häufigsten Symptome eines Hexenschusses 

Oftmals treten die Schmerzen eher einseitig auf, und zwar zwischen Gesäß und Rumpf. Viele Patienten beschreiben den Schmerz zwar mittig an der Wirbelsäule, doch bei genauerer Untersuchung ergeben sich deutliche Anzeichen für eine einseitige Überbeanspruchung der Muskulatur. Der stechende Schmerz ist beim Sitzen oder Stehen besonders qualvoll und manche Bewegungen, wie beispielsweise Bücken, gehen gar nicht mehr. Ein Schonhaltung ist die Folge, da der Körper versucht, wieder in einen schmerzfreien Zustand zu gelangen. 

Hexenschuss im unteren Rücken

Haben Sie Schmerzen im unteren Rücken, können folgende Begleiterscheinungen auftreten. Ausstrahlende Schmerzen in den Po, den Oberschenkel oder sogar nach vorne in die Leiste sind möglich. In seltenen Fällen ist sogar die Verdauung beeinträchtigt.

Sollten die Schmerzen bis in den Fuß oder die Wade ausstrahlen und sie zudem unter Kraftverlust oder Taubheitsgefühle leiden, könnte ein Bandscheibenvorfall die Ursache sein. Das sollte dringend abgeklärt werden. Hier geht´s zum Beitrag Unterschied Hexenschuss oder Bandscheibenvorfall.

Hexenschuss im oberen Rücken

Atembeschwerden sowie Schmerzen um das Schulterblatt sind die häufigsten Symptome bei Hexenschuss im oberen Rücken und der Brustwirbelsäule. Die Bewegung des Brustkorbs bei der Atmung kann stechende Schmerzen auslösen, ebenso wie das Anheben der Arme nach vorne oder zur Seite.

Starke Schmerzen in der Brust, eine Enge in der Brust oder sehr starke Schmerzen zwischen den Schulterblättern sollten unbedingt durch den Rettungsdienst und Notarzt abgeklärt werden. Sie können zwar muskulär bedingt sein und sind es häufig auch, jedoch kann auch ein Herzinfarkt oder ein Aortendissektion Ursache sein. Daher lieber erst die lebensbedrohlichen Erkrankungen ausschließen und dann weiter behandeln.

Hexenschuss im Nacken

Nackenschmerzen und Hexenschuss im Nacken führt in der Regel zu einer eingeschränkten Rotation und Seitneigung des Kopfes. Ein Schulterblick ist oft unmöglich und die Autofahrt wird zur Qual. Zudem können Kopfschmerzen und Schwindel auftreten, je nachdem wie stark die verspannte Muskulatur Gefäße und Nerven beeinträchtigt.

Die häufigsten Ursachen für einen Hexenschuss 

Bei einem ausführlichen Anamnese-Gespräch können wahrscheinliche Auslöser für den Hexenschuss gefunden werden, die zum einen wichtig sind, um die Beschwerden schnell aufzulösen und zum anderen Bewegungsmuster oder Situationen im Alltag rückenfreundlicher zu gestalten.

Unterschiedliche Ursachen können einen Hexenschuss begünstigen: 

Plötzlich auftretende Trauma durch einen Stoß, Schlag oder Unfall. 

Einmalige zu starke Belastung

auf den Rücken, wie schwere Kniebeugen, zu viel Gewicht auf der Beinpresse, zu Schweres Heben beim Umzug

Langsam wachsende Dysbalancen

im Körper. Ausgelöst durch nicht ausgeheilte Verletzungen des Bewegungsapparats. All das führt über viele Wochen und Monate zu einer muskulären Dysbalance, die einen Hexenschuss begünstigen. Zum Beispiel kann eine Sprunggelenksverletzung die Statik des Körpers so verändern, dass später andere Muskel- und Gelenkschmerzen auftreten.

Risikoschwangerschaft und ein langer Geburtsvorgang

Kommt es durch Risikofaktoren zur Empfehlung die Schwangerschaft vorwiegend liegend zu verbringen oder durch anhaltende Wehen zu einer sehr langen Geburt, kann dies für die werdende Mama zu starken muskulären Verspannungen führen, die definitiv behandelt werden sollten.

Krankenhausaufenthalt und längere Krankheit

Immer wieder behandle ich Menschen, die nach einer intensivmedizinschen Betreuung z.B. nach Herzinfarkt oder einer längeren ungünstigen Liegezeit im Krankenbett ebenfalls starke muskuläre Verspannungen aufbauen, da sie nicht in der gewohnten Position schlafen können.

Reisende und LKW-Fahrer

Ein Problem, das vor allem Geschäftsreisende haben. Sie sitzen oft stundenlang im Auto und machen nicht alle 45 Minuten eine kurze Pause. Der Rücken, aber auch die Muskulatur und die Gefäße im Becken bräuchten diese Abwechslung jedoch dringend. Bei LKW-Fahrern habe ich oft beobachtet, dass sie den Geldbeutel in der hinteren Hosentasche tragen. Das führt zwangsweise zu einer ungleichen Sitzposition und zu einem Beckenschiefstand. Also Geldbeutel raus aus der hinteren Hosentasche, speziell bei der Fahrt.

Fragen zu Symptomen und Ursachen

Sollten Sie unsicher sein, welche Ursache Ihre Beschwerden auslöst? Dann rufen Sie uns an!

Im Raum München leisten wir mit dem Hexenschuss-Notruf Soforthilfe bei akuten muskulären Rückenschmerzen. Nach einer gründlichen Anamnese und Untersuchung ergeben sich Anzeichen für bestimmte Ursachen, die in einer persönlichen Behandlung besprochen werden können.

Gemeinsam für einen schmerzfreien Alltag   

Ein so starker Schmerz wie bei einem akuten Hexenschuss setzt das eigene Leben von 100 auf 0. Wenn jede Bewegung schmerzt, macht nichts mehr Spaß. Mit unserer Hilfe kann Ihre Beweglichkeit und Leistungsfähigkeit wieder gesteigert werden. Auch wenn wir die Linderung Ihrer Beschwerden nicht garantieren können, geben wir doch jeden Tag unser Bestes dafür!

Bleiben Sie gesund.

Schmerzfreie Grüße

Hexenschuss Spezialist Bernhard Schwarz
Hexenschuss-Spezialist Bernhard Schwarz


Was sind Ihre nächsten Schritte?